Interview

Naomi Campbell wird Editor-at-Large der Zeitschrift INTERVIEW in Deutschland und Russland



Das internationalbekannte Supermodel wird die monatliche Kolumne“State of Mind“ verantworten. Hier für wird die Fashion-Ikone regelmäßig bedeutende und herausragende Persönlichkeiten aus aller Welt treffen und diese interviewen. Ihr erster Beitrag wird in der Launch-Ausgabe…

 

 

…der russischen INTERVIEW Ende dieser Woche erscheinen. Bernd Runge, Executive Chairman: „Naomi ist in der weltweiten Fashion- und Kreativszene sowohl für ihre Leistungen als auch für ihr soziales Engagement ‚Fashion for Relief’ bekannt. Mit ihrer Persönlichkeit und ihren internationalen Kontakten wird sie beide Redaktionen einzigartig unterstützen. Ich bin sehr stolz, dass sie Teil der Teams von INTERVIEW in Berlin und Moskau wird.“

 

 

Naomi Campbell: „Die Position als Editor-at-Large ist eine neue Herausforderung für mich und ich bin sehr glücklich, bei einem so einmaligen Magazin mitzuwirken. Über die Jahre habe ich viel mit INTERVIEW Amerika zusammen gearbeitet und ich freue mich nun darauf mit passionierten Menschen aus Kunst, Mode, Musik und aus anderen kreativen Bereichen über ihre Interessen zu sprechen.“ Die erste Ausgabeder russischen INTERVIEW  eigt Leonardo DiCaprio auf dem Cover – interviewt von Clint Eastwood und der Chefredakteurin Aliona Doletskaya. Das Heft erscheint am 25. November mit einem Gesamtumfang von knapp 300 Seiten, davon 90 Anzeigenseiten.

Die Erstausgabe von INTERVIEW Deutschland wird Ende Januar 2012erscheinen.

 

 

 

Cover-Star der ersten Ausgabe von INTERVIEW Russland ist Hollywood-Star Leonardo DiCaprio

Jörg Koch wird Chefredakteur von INTERVIEW Deutschland

Werbung: Mid Season Sale!
Sichern Sie sich Ihr Schnäppchen - bis zu -70% reduziert!
Jetzt bei mirapodo vorbeischauen!

Kiss A Frog – Lass dich verzaubern

In dieser Woche stellt fashiony.de seinen Lesern den exklusiven Mode Online Shop „Kiss A Frog“ vor. Der Mitgründer A. Abbassi, stand uns Rede und Antwort und verrät wie „Kiss A Frog“ seinen Kunden beim Shoppen ein einzigartiges Einkaufserlebnis bietet und diese dabei auch noch richtig sparen können. Über eine Millionen Kunden sind bereits begeistert von „Kiss A Frog“. Alle Fashion Liebhaber haben die Auswahl auf verschiedene Labels und Designer wie Belstaff, Diesel, Calvin Klein, Armani, D&G, Dior, Prade und vielen weiteren namhafte Marken.

 

 

fashiony.de: Was ist Kiss A Frog?
Kiss A Frog ist ein exklusives Mode Online-Outlet in dem Fashion-Liebhaber und Schnäppchenjäger Designer- und Markenbekleidung zu unschlagbaren Preisen von bis zu 70% unter dem normalen Ladenpreis ergattern können! Unser Sortiment reicht von aktuellen Modetrends, über elegante Abendkleidung bis hin zu lässiger Streetwear. Die Produktpalette umfasst neben Bekleidung ebenfalls Schuhe, Wäsche, Accessoires sowie Uhren und Schmuck. Für Sie, für Ihn und selbst für die ganz Kleinen.

fashiony.de: Warum eigentlich der Name Kiss A Frog?
Bei Kiss A Frog wirst du einfach verzaubert. Wer nämlich den Frosch küsst und sich bei uns einkleidet, wird zur Prinzessin oder zum Prinzen der Modewelt.

fashiony.de: Wie lange gib es euch denn schon?
Gegründet haben wir im Jahr 2001 und sind über unsere mehr als 1 Mio. Kunden weltweit sehr stolz. Exzellenter Service ist dabei schon immer unsere Maxime gewesen und wird es auch immer bleiben. Im Jahr 2007 haben wir unser erstes Mode-Outlet in Bonn eröffnet. Diejenigen, die sich gerne etwas mehr Zeit beim Shoppen nehmen und die Klamotten vorher anprobieren möchten, sind bei uns herzlich willkommen.

fashiony.de: Was zeichnet euch besonders aus?
Die Produkt- und Markenvielfalt! Wir möchten wirklich keine Wünsche offen lassen. Deshalb führen wir neben den weltweit bekannten Topmarken wie Prada, Dolce & Gabbana oder Belstaff auch absolute Trendlabels wie z.B. Dsquared² oder 7 for all mankind. Außerdem versuchen wir dem Trend immer eine Nasenlänge voraus zu sein: Momentan führen wir u.a. Marken wie Tokidoki oder Williams Wilson, die in Deutschland erst in den nächsten Monaten so richtig „in“ werden.

fashiony.de: Bei Kiss A Frog gibt es jetzt auch einen „Deal der Woche“. Was steckt dahinter?
Mit unserem „Deal der Woche“ möchten wir unseren Kunden zeigen, wie sehr wir ihnen für ihre langjährige Treue danken. Deshalb bieten wir jede Woche ein Produkt für 7 Tage an, dass von uns nochmals reduziert wurde. Dabei können unsere Kunden sogar mit bis zu 80% Rabatt rechnen.

fashiony.de: Bei euren Angeboten sind auch immer mal wieder Promi Outfits dabei. Wie kommt das?
Ja, das ist richtig. Wir möchten unseren Kunden die Looks der Stars und die aktuellen Trends nicht vorenthalten. Deshalb führen wir auch Labels wie Ed Hardy, Belstaff, True Religion oder La Martina, aber auch Bekleidung der Traditionshäuser wie Gucci, Prada, und Dolce&Gabbana sind in fast jedem Hollywoodstreifen oder Musikvideo vertreten. Es ist uns dabei wichtig, genau diese Outfits dann auch zu erschwinglichen Preisen anzubieten.

fashiony.de: Und abschließend noch die Frage: Was erwartet unsere Leser in der Zukunft bei Kiss A Frog?
In Zukunft wird sich noch eine Menge tun. Unser Sortiment werden wir bestimmt noch erweitern, denkbar wäre auch die Kategorien auszuweiten und Damen sowie Herren Beauty Produkte mit reinzunehmen. Außerdem rüsten wir unser stationäres Outlet in Bonn gerade zu einem Privat-Shopping-Club um, zu dem dann nur noch registrierte Mitglieder Zutritt erhalten. Dafür genießen unsere Kunden dann auch noch weitere Vorteile wie z.B. dauerhaften Rabatt und Einladungen zu Special Events. Aber mehr verrate ich an dieser Stelle erst mal nicht.

fashiony.de bedankt sich für das klasse Interview und wünscht euch weiterhin viel Erfolg.

 

 

Hier geht’s zum Shop – lass dich küssen und verzaubern
Werde jetzt Kiss A Frog Fan auf Facebook

Saubere Perfektion bestimmte den Look

„Mad Men“ frönt auf den ersten Blick bedingungslos dem Nostalgietrend. Gezeigt wird ein gesellschaftliches Universum der Unschuld, in dem man noch tat, was man eben tat – ohne zu zweifeln, zu kritisieren, zu klagen, zu „diskutieren“. Straight life eben. Diejenigen, die alles Unglück der heutigen Welt der 68er-Generation in die Schuhe schieben, müssten sich in dieser Welt (eigentlich) zu Hause fühlen: Es herrscht Vor-Emanzipation, Vor-Gesundheitswelle, Vor-Jugendrebellion. Kein Mensch läuft mit Piercings durch die Gegend, keine Ohren sind mit iPod-Stöpseln verstopft, die Manieren sind höflich, zumindest auf dem Flur. Der Boss ist der Boss. Egal, ob er säuft oder seine Frau betrügt. Keine Spur von jener postmodernen Beliebigkeit, die heute alle wortreich beklagen.

„Mad Man“ ist auch ein wunderbarer Kostümfilm, der lustvoll in den Accessoires der frühen Wohlstandsgesellschaft schwelgt. Die Kamera huldigt den Braun- und Orangetönen einer aufbrechenden Designmoderne, die Radios, Fernseher, Schreibmaschinen, Autos zu runden, metallischen, irgendwie utopischen Artefakten formt.

 

 

www.neo.zdf.de

Eucalyptus – Get the Mad Men Look

 


Interview mit Diplom-Modegrafikerin und ZDF-Stylistin Ute Penz

Was macht den Modestil der frühen 60er Jahre aus? Was ist das Besondere daran?
Die 60er waren die Jahre der Erneuerungen und Entwicklungen. Nach Jahren der Entbehrung konnte man es sich nun leisten, über Äußerlichkeiten zu zeigen, wer man ist – oder zumindest, wer man sein wollte. Die Mode war aufgeräumt. Saubere Perfektion bestimmte den Look. Es sah nicht nur so aus, als hätte man morgens zwei Stunden vor dem Spiegel verbracht, es war auch so. Typisch für die Zeit ist auch, dass die Mode nicht nur der sozialen Oberschicht vorbehalten war, sondern die neue Mode in allen gesellschaftlichen Klassen mit unterschiedlichen Stilrichtungen umgesetzt wurde. Jungendliche Subkulturen übernahmen nun Ton angebend Regie in punkto modische Erneuerungen.

Inwieweit spiegelt die 60-er Jahre Mode die gesellschaftlichen Verhältnisse der damaligen Zeit wieder?
Der rasende Auftrieb der Weltwirtschaft, die Mobilität, die Verbreitung der Medien, die Pille, die Modedroge LSD und THC – all das beeinflusste das Selbstverständnis der Gesellschaft und mündete schließlich in der sexuellen Revolution. Es scheint, als konnten die Menschen diesen schnellen Entwicklungen mit all ihren Konsequenzen kaum noch folgen: Die Mode ist einerseits zutiefst bürgerlich und dabei gleichzeitig explosiv sexy in ihrer Aussage.

Der fast schon bieder anmutende Sekretärinnenund Hausfrauen-Look der Protagonistinnen von „Mad Men“ ist insgeheim total sexy und körperbetont. Tupfen-Muster und Bubi-Krägen zieren körpernahe Blusen, unter engen Twinsets sitzen Büstenhalter, die selbst den üppigsten Busen scheinbar mühelos empor liften. Die Herrenmode ist ebenso detailverliebt und die Silhouette körpernah und schmal, um den maskulinen Körperbau selbstbewusst zu inszenieren.

Was war wohl die größte Herausforderung für die „Mad Men“- Stylistin Janie Bryant?
Janie Bryant hat sehr viel Sorgfalt auf die richtige Produktion der Outfits gelegt. Die Mode von damals kann nicht einfach kopiert werden. Produktionsschritte waren viel aufwändiger, Stoffe und Produktionstechniken haben sich stark verändert. Anzüge wurden mit echten Rosshaar-Einlagen gefertigt, was den Blazern den besonderen, weichen Fall verlieh. Hinzu kommt, das sich der Körperbau der Menschen verändert hat: Die Europäer wurden größer und nach und nach haben sich zum Beispiel die Taillen-Maße, das Hüft-Maß und die Schulterbreite der Frauen verändert.

Warum erfreut sich ausgerechnet der „Mad Men“-Modestil aus einer Ära mit aus heutiger Sicht unzeitgemäßen gesellschaftlichen Vorstellungen einer solch großen Beliebtheit?
Nach einer Phase des „anything-goes“ scheinen sich die Menschen wieder nach wohl dosierter Sorgfalt und natürlicher Eleganz zu sehnen. Die praktische Mode, T-Shirts, Turnschuhe und Jeans, die seit den 80er Jahren weltweit verbreitet ist, mag bequem sein, sieht aber nicht individuell oder besonders aus. Ein vom Scheitel bis zur Sohle gestyltes Aussehen bietet Sicherheit und Freude und weckt das Interesse beim Gegenüber.

Kann die Mode einer US-Serie, die in der Vergangenheit spielt, die Mode der Gegenwart verändern? Oder hat sie es schon?
Das Innovation aus dem „Nichts“ kommt, ist ein Trugschluss. Zukünftige Trends greifen immer auf Bewährtes zurück und setzen es dem Zeitgeist entsprechend um.

Welche Einflüsse aus den 60er Jahren finden sich in der heutigen Mode wieder?
Viele Designer orientieren sich gerne am modischen Vokabular der 60er Jahre. In den aktuellen Kollektionen finden sich „zu kleine“, graue Anzüge oder schmale Hochwasser-Hosen. Generell besitzen die Herrenanzüge schmale, weiche Silhouetten und die Damengarderobe die kokette Sexyness der damaligen Zeit.

Was drückt eine Frau heutzutage aus, wenn Sie die sehr feminine Mode im Stil der 60er Jahre trägt?
Selbstbewusstsein, Freude an der Mode, Gestaltungswillen und Lebenslust.

 

Welche Prominenten waren damals bekannte Modevorbilder? Wer ist echte Stil-Ikone der frühen 60er Jahre?
Die Liste der Stil Ikonen wäre sehr lang. Man inszenierte sich einfach großartig. Elvis Presley war der reinste Styling-Künstler, Frank Sinatra, Dean Martin und Jerry Lewis eiferten um die Rolle des stilistischen Gentleman. Bei den Damen wurden Jacky Kennedy, Sophia Loren, Catherine Deneuve, Romy Schneider und natürlich auch Brigitte Bardot vergöttert. Durch ihre selbstbewusst-progressive Performance wurden sie zu klassischen Stil-Ikonen, die bis heute Einfluss haben.

Welche bekannten Designer prägten den Modestil der frühen 60er Jahre?
Der damals revolutionäre New Look, die weitere Trapez-Linie, wurde von Christian Dior lanciert. Yves Saint Laurent entwickelte sich damals mit seinem 1962 gegründeten Modehaus zum Gott der Mode. Mary Quant kürzte die Rocksäume und schockierte mit dem Mini-Rock, während Rudi Gernreich mit dem Monokini, ein Badeanzug, der die Brüste komplett freilegte, überraschte.

Welche Tipps haben Sie für diejenigen, die sich im „Mad Men“- Stil kleiden möchten?
Studieren Sie die einfachen Formen und die klaren Kontraste und Farbkombinationen der damaligen Mode. Bei jedem Outfit erkennt man sofort das Thema: Das kann die monochrome Harmonie eines grauen Anzugs sein, ein besonders schönes Material, ein kunstvoll arrangiertes Detail wie eine Haarklammer im Haar oder feine Stilettos zu einer schmalen, hochgeschlossenen Jeans.

Die Männer sollten mindestens einen guten Anzug besitzen und sich den Luxus eines weißen Hemdes dazu gönnen. Eine schmale Krawatte, ein Einstecktuch und feine Schuhe komplettieren den Look. Wem das zu aufwändig ist, der kann einen hellen Rollkragen-Pullover zu schmalen Wollhosen und Lederschuhen tragen.

 


Interview mit Susan Maryam Haberlandt-Nevisi

Susan Maryam Haberlandt-Nevisi stellte am Anfang des Monats beim Walk of Fashion in Berlin ihre Kollektion vor. Die geborene Münchnerin und Wahl-Berlinerin präsentierte eine elegante und sinnliche Kollektion. Ihr ganz persönliches Motto lautet „Fashion ist Freiheit“ und dies  spiegelt sich auch in ihren Kleidern und Entwürfen wieder. Wir haben Susan Maryam Haberlandt-Nevisi zur Vorstellung ihrer Kollektion gratuliert und konnten ihr ein paar Fragen stellen.

fashiony.de: Hallo Susan, vielen Dank dass du dir Zeit genommen hast unsere Fragen zu beantworten. Herzlichen Glückwunsch zur Präsentation beim Walk of Fashion. Elegante und sinnliche Kleider wurden vorgestellt, was ist das für ein Gefühl, wenn das Publikum am Ende der Show applaudiert?
Susan: Es war das erste Mal, dass ich mit meiner Kollektion in die Öffentlichkeit gegangen bin. An diesem Abend habe ich die Arbeit von Februar bis September 2010 präsentiert. Das dies entsprechend gewürdigt wurde tut sehr, sehr gut.

fashiony.de: Dein Motto lautet „Fashion ist Freiheit“. Was meinst du damit genau?
Susan: Der Begriff „Freiheit“ hat für mich eine ganz besondere Bedeutung. Ich lernte diese nicht als selbstverständlich kennen, da ich einen großen Teil meines Lebens in Persien während der Islamischen Revolution mit einem Regime aufgewachsen bin, das alles dafür tut Freiheit zu unterdrücken.

Anziehen zu können was man möchte ist für mich Freiheit. Aber auch beim Entwerfen meiner Kreationen nicht darauf achten zu müssen, ob diese auch politisch korrekt sind ist Freiheit. Das eine Frau in ein Geschäft gehen kann, um sich ihren Typ entsprechend einkleiden zu können ist Freiheit.

fashiony.de: Achtest du beim Designen auf aktuelle Trends oder Entwicklungen? Oder designst du das, wozu du gerade Lust und Laune hast?
Susan: Ich denke ich habe ein Gespür dafür zu begreifen was eine Frau anziehend macht. Natürlich bin auch ich nicht frei von äußeren Einflüssen. Meist jedoch gewinnt tatsächlich meine spielerische Seite die Oberhand. Das gehört einfach zum kreativen Prozeß dazu.

fashiony.de: Deine Kleider sind innovativ und geheimnisvoll. Worauf achtest du bei deinen Schnitten?
Susan: Das Innovative an meinen Kleidern sind die Details. Ich fertige in Handarbeit. Das fängt bei der Passform an und geht über die Farbwahl bis hin zum Spiel mit Materialien. Geheimnisvoll ist der schöpferische Prozess und die weibliche Ausstrahlung der Modelle. Das wurde mir zumindest oft gesagt.

 

 

fashiony.de: Beim Walk of Fashion haben wir verschiedene Kleider mit viel Strick gesehen. Ist das ein Bestandteil deiner Kollektion oder nutzt du auch andere Materialen/Stoffe?
Susan: Für den „walk of fashion“ habe ich bewusst Kreationen gewählt die zeigen was alles im Medium Wolle stecken kann. Manchmal erkennt man erst auf den zweiten Blick, dass meine Kleider tatsächlich gestrickt sind. Ich setze aber auch Leder oder Materialen zur Formgebung ein.

fashiony.de: “Die Details brechen die Regeln” ist auch ein Leitsatz in deiner Philosophie – wie genau lässt sich das in deinen Stücken wieder erkennen?
Susan: Eine Kapuze bei einem Kleid, das kurz unter dem Po aufhört, setzt den Blick des Betrachters fest. Vieles, was man heute an Strick kaufen kann, ist glatt rechts gestrickt und das war es auch schon. Das aufzubrechen ist mein Ziel.

fashiony.de: Du bist in München geboren und stellst deine Kollektion in Berlin vor. Wie kam es dazu dass du jetzt in Berlin bist und München verlassen hast?
Susan: In München bin ich geboren und schon mit 6 Jahren mit meinen Eltern in den Iran gezogen. Ich habe daher leider keine Erinnerung an diese Stadt. Dies ist jedoch etwas was ich zu ändern beabsichtige. München ist auch in Sachen Mode eine spannende Stadt.

fashiony.de: Hat deine Weiterentwicklung dazu beigetragen nach Berlin zu gehen?
Susan: Vom Iran aus bin ich erst nach Hannover zurück und bin dann über ein paar Umwege im Ausland in Berlin gelandet, wo ich mich sehr wohl fühle.

fashiony.de: Wie sind die modischen Unterschiede zwischen den beiden Städten? Was genau prägt für dich den Stil in Berlin und München?
Susan: Ich hoffe mir bald ein Bild davon machen zu können. Momentan habe ich nicht genügend Einblick in die Münchener Modeszene.

fashiony.de: Einen Teil deiner Kindheit hast du in Teheran/Iran verbracht. Fliest ein Teil deiner Erfahrungen aus dieser Zeit auch in deinen Entwürfen mit ein?
Susan: Ich glaube, dass man in der Kindheit am meisten geprägt wird. Ich kann mich noch gut daran erinnern wie ich in der Schule extra zwei verschieden farbige Strümpfe angezogen habe, weil ich mich den Kleidervorschriften nicht unterwerfen wollte.

 

Hier bekommt ihr einen Eindruck der neuen Kollektion

www.maryamnevisi.de

fashiony.de: Durch deine Erfahrungen mit der Islamischen Revolution bringst du deine wiedergewonnenen Freiheit zum Ausdruck. Wie genau spiegelt sich das in deinen Entwürfen wieder?
Susan: Frauen sind schön. Dies sollte man nicht verstecken.

fashiony.de:  Sind auch deshalb deine Kleider zum Teil sexy geschnitten und zeigen viel Haut?
Susan: Ja  und vor allem natürlich weil es sich bei dieser Präsentation um die Sommerkollektion gehandelt hat.

fashiony.de: Wie sehen deine Ziele für 2011 aus? Wann wird es eine neue Kollektion geben und wie könnte diese aussehen?
Susan: Momentan arbeite ich an der Herbst/Winter Kollektion. Außerdem entwerfe ich Accessoires wie Mützen und Schals. Ich werde auch Mäntel und Ponchos mit ins Programm nehmen. Für mich hat sich gerade die wunderbare Möglichkeit ergeben meine Kreationen im Steadyshowroom im Prenzlauer Berg zu verkaufen. Das Konzept besteht darin, dass man als Kunde die Möglichkeit hat die Designer im Laden anzutreffen.

fashiony.de: Was sind deine Trends für den Herbst/Winter 2010?
Susan: Viel Erdtöne, Naturfarben und natürlich schwarz. Mir schwebt vor Strick und Stoff zu kombinieren.

fashiony.de:  Welche Accessoires dürfen auf keinen Fall fehlen, um modisch auf zu fallen?
Susan: Mützen, Tücher, Schals, Brillen und natürlich Handtaschen. Ich habe schon Ideen.

fashiony.de: Deine absoluten Mode No-Go´s bei Frauen und Männer?
Susan: Im Prinzip ist Mode ja immer Geschmackssache. Ich würde meinem Leitsatz selbst nicht genüge tun, wenn ich mir anmaße den Geschmack anderer Leute zu beurteilen und zu begrenzen.

fashiony.de:  Susan, Vielen Dank für deine Zeit und das beantworten der Fragen. Wir wünschen dir noch viel Erfolg mit MARYAM NEVISI.
Susan: Herzlichen Dank. Es ist eine spannende Zeit.

 

MY CHILI – Michaela Bieling im Interview

Michaela Bieling gründete ihr Label My-Chili letztes Jahr und präsentierte Anfang September beim Walk of Fashion in Berlin auf dem Savignyplatz eine tragbare und zugleich ästhetische Damen-Kollektion. Zusammen mit weiteren Merkmalen schafft die Designerin geheimnisvolle und offensive Kleider.  Ihre Inspiration holt sich die Designerin aus einer scharfen Frucht – der Chili. Die gebürtige Berlinierin erzählte uns wie sie auf dem Namen ihres Labels gekommen ist und was sie in nächster Zeit plant. Wir haben Michaela Bieling ein paar Fragen gestellt und tolle Antworten bekommen. Hier erfahrt ihr mehr über die Designerin und ihrem Label My Chili – und warum die Berliner Mauer für sie als Inspiration diente.

fashiony.de: Hallo Michaela, wie bist du auf die Idee gekommen eine Frucht als Inspiration zu nehmen?
Michaela: Die Idee dazu kam, als ich ein Symbol für Lebensenergie suchte und dieses in meinem Namen finden wollte – Michaela Bieling- MY CHILI repräsentiert die leidenschaftliche Seele des „Kleinen Roten“ und assoziiert die Energie der Chilischote – ein Feuer, das in jedem von uns entdeckt und entfacht werden will!

fashiony.de: Warum hast du dich beim Walk of Fashion für so einen Auftakt entschieden? Das erste Model betrat den Catwalk mit einer Deutschland und ehemaligen DDR Fahne.
Michaela: Das erste Kleid präsentierte die Berliner Mauer. Ich habe die Ost- und Westseite mittels Graffity hervorgehoben. Auf der Ostseite den Stacheldrahtzaun und auf der Westseite die bunte Aufschrift „Ick bin ein Berliner“. Ich bin eine waschechte Berlinerin und mit der Mauer aufgewachsen.

Die aktuelle Kollektion „Großstadtgöttin“, steht auch für Freiheit und Selbstbestimmung. So nahm ich die für mich Größte sichtbare Begrenzung – Die Berliner Mauer – als Symbol für meine Kollektion. Die Berliner Mauer als Kleid, welches eines Tages untragbar wird und somit fallen gelassen werden muss.


fashiony.de:
Beschreib unseren Lesern einmal deine Kollektion. Was ist das spezielle an deinen Stücken?
Michaela: Die gesamte Kollektion feiert feuriges Rot in allen Nuancen. Dabei ist nicht jedes Kleid auf den ersten Blick rot, doch steckt in jeder Kreation die verborgene Botschaft südamerikanischen Feuers – ein Feuer, das entdeckt und entfacht werden will! Charmant betone ich mit wunderschönen Stoffen und Schnittführungen die Silhouette und ihre Trägerin besticht dann mit unwiderstehlicher, ja beinahe schon offensiver Weiblichkeit.

Inspiriert von Wirkung, Funktion und Farbe einer Chili verleihen MY CHILI-Kleider  jeder Frau etwas Geheimnisvolles und schenken ihr pure Lebensfreude.

 

Scharf wie eine Chili – Mode von Michaela Bieling


fashiony.de:
Wie hast du dich gefühlt, als ihr alle zusammen auf der Bühne standet und das Berliner Publikum applaudiert hat?
Michaela: Sehr glücklich und dankbar. Auch begeistert, denn meine Models waren so wundervoll!

fashiony.de: Deine Stücke bestehen aus hochwertigen Materialien. Welche sind das genau? Worauf achtest du bei deiner Auswahl der Materialien?
Michaela: Ich liebe alle natürlichen Stoffe,vor allem Seidenstoffe. Beim Brautmodel zb ist das Kleid und der Schleier aus 100% Seide und die Jacke aus 100% Schurwolle gefertigt. Seide ist wunderschön und die einzige in der Natur vorkommende ENDLOS-Faser- kann es einen schöneren Stoff für ein Brautkleid geben?

fashiony.de:
Das Hochzeitkleid am Ende der Präsentation war ja funktionell. Vom Hochzeitskleid zum sexy Dress. Warum hast du dich für so eine Variante entschieden?
Michaela: Eine Freundin hat mich dazu inspiriert, denn sie kaufte für ihren großen Tag zwei Kleider- eines für den Tag und eines für die Party. Ihr war es wichtig mehr Bewegungsfreiheit am Abend zu haben. Daher die Umwandlung-Funktion vom langen Brautkleid ins sexy Partydress.

fashiony.de: Hochwertige Materialen, feminine Schnitte und Funktionalität in einem? Was muss Frau dafür bezahlen, wenn sie einen von deinen Stücken haben möchte?

Michaela: MY CHILI Kleider gibt es für 100,- bis 1000,- € – Gemessen an Material,  Aufwand und Einzigartigkeit der Kreation.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

fashiony.de: Wie siehst du deine Zukunft in der Modeszene? Was sind deine nächsten Ziele?
Michaela: Ich freue mich auf meine neue Kollektion, welche ich derzeit entwerfe. Sie heißt „Grenzfall“ und besticht charmant durch Kontraste. Mein Motto ist:  elegance meets streetstyle! Auch hier habe ich mich von der Mauer inspirieren lassen, denn die Stoffe bestehen zu 80 % aus Graffitykunstwerken. Präsentieren werde ich sie voraussichtlich exklusiv im Rahmen der Fashionweek.

fashiony.de: Wir bedanken uns für deine Zeit und wünschen dir viel Erfolg mit MyChili.
Michaela: Vielen Dank.

 

Weitere Infos findet ihr auf ihrer Homepage unter

www.my-chili.com